13.-15. Dezember 2000 Bern-Hobart
37 stündige Reise nach Tasmanien
Nun hatte ich aber wirklich Ferien nötig. Ich musste noch
diverse dringende Arbeiten erledigen und übergeben. Am 13. kam ich schliesslich
um 2 30 Uhr ins Bett, da ich noch alles packen musste und die Wohnung sauber
sein musste. Am Morgen ging ich dann noch mal ins Büro. Schliesslich ging ich
um 1300 Uhr in Köniz auf den Zug. Es war warm hier in der Schweiz und Schnee
hatten wir auch noch keinen. Also konnte ich getrost in die Ferien gehen. In
Zürich traf ich noch Judith, meine Freundin. Ich hatte je länger je mehr ein
schlechtes Gewissen alleine zu gehen. Es hatte kaum Leute am Flughafen. Für das
Fahrrad hätte ich laut Check-In mehr bezahlen müssen (150.- anstatt 100.-). Der
Rucksack war 17kg. Das Fahrrad durfte laut Malaysia Airlines 15kg sein. Meines
ist ca. 17kg. Sie checkte das Gepäck bis Hobart durch, konnte mir jedoch nicht
sagen, ob es klappen würde. Dem Fahrrad wurde einfach ein Plastik übergestreift
und beim Sperrgepäck abgegeben. Wir gingen noch etwas trinken und essen (ich
hatte heute erst zwei kleine Yoghurts). Da der direkte Flug nach Kuala Lumpur
ausgebucht war, musste ich über London fliegen. Der Flieger hatte natürlich
Verspätung (ca. 15min). Er war voll von Geschäftsleuten. Es gab einen kleinen
Imbiss. Wir mussten schliesslich etwa 30 Minuten über London kreisen, bis wir
landen durften. In London Heathrow musste ich in den Terminal 3 wechseln. Ich
war teils fast alleine auf den Laufbändern unterwegs. Es ging über Laufbänder,
Treppen, viele Ecken und schliesslich mit einem Bus, indem es ziemlich
gestresste Leute hatte. Ich hatte fast eine Stunde, bis ich im Terminal 3 war.
Dort musste ich erst wieder einen Boarding Pass haben, den ich bis Hobart
kriegte. Es gab hier nicht viel interessantes zu sehen. Ich unterhielt mich mit
einem Schweizer, der auch nach Australien fliegt. Im Flieger hatte ich einen
mühsamen Platz (27K), bei dem ich die Füsse nicht strecken konnte. Malaysia
Airlines hat nun für jeden Sitzplatz einen eigenen Monitor. Der Flug dauerte
12.5 Stunden. Ich konnte erstaunlicherweise relativ viel schlafen. In Kuala
Lumpur musste ich 3.5 Sunden warten. Auch hier gab es nicht viel interessantes
zu sehen. Also hing ich wieder mit dem Schweizer herum. Der Flug nach Melbourne
dauerte noch mal 7.5 Stunden. In Melbourne kam ich versehentlich in den
International Transit. Ein Beamter führte mich wieder in das richtige Gelände
zurück. Das Fahrrad und der Rucksack kam unbeschädigt an. Das Fahrrad wurde auf
der rechten Seite aus einer Türe herausgebracht. Ich musste durch den Zoll und
einen Stock höher in den Ansett-Terminal um wieder neu einzuchecken. Der Flug
nach Hobart hatte noch mal 15min Verspätung. Es war ein relativ kleines Flugzeug
(50 Plätze). Tasmania schaute aus dem Flugzeug trockener als erwartet. Hobart
International Airport ist sehr klein. Das Gepäck wird einfach mit einem Traktor
auf Anhängern in einen Raum gekarrt, wo man sich dann selbst bedient. Ich
packte das Gepäck in die Fahrradtaschen und fuhr los. Es war ziemlich windig.
Bei der Brücke musste ich nach Rachels Beschreibung auf die rechte Seite
wechseln, was etwas Probleme verursachte. Ich traf Rachel schliesslich wie
abgemacht auf dem Radweg. Sie wohnt in einem alten Haus nahe des Zentrums. Das
Quartier besteht aus lauter alter Häuser im viktorianischen Stil. Nachmittags
gingen wir baden. Es war kalt, jedoch erfrischend. Abends gingen wir in die
Stadt Musik hören, Bier trinken und Fish and Chips essen.
Samstag, 16. Dezember 2000 Hobart
Erst schlief ich aus. Hatte ich auch nötig. Wir gingen
schliesslich auf den umfangreichen Markt. Im Wilderness Shop fanden wir das
Buch Tasmanien Bike Trail nicht, das ich suchte, kaufte jedoch ein Buch Free
Campspots in Tasmania. Wir kauften noch Fisch für ein Barbeque. Im Tourist
Info Shop kaufte ich eine zweite Strassenkarte, die Campgrounds zeigt.
Schliesslich fuhren wir mit viel Verspätung zu einem BBQ eines Freundes von
Rachel. Wir hatten Fisch, Crevetten, Salate und Lamm über Feuer. Es gab einige
interessante Diskussionen.
Sonntag, 17. Dezember 2000 Hobart
Wanderung auf den Mt. Wellington
Ich bin immer noch müde. Heute machten wir, als wir dann
endlich loskamen, eine Wanderung. Wir fuhren zur Brauerei (Cascade Brewery) und
liefen von dort auf den Mt. Wellington (1270m, 3 Std, 8km). Vor allem der
untere Teil durch dichten Busch war wunderschön. Beim Queren der Strasse hat es
Quellwasser. Auf dem Gipfel war es sehr windig. Die Sicht auf die Stadt war
super. Um nicht herunterlaufen zu müssen machten wir zur Brauerei zurück
Autostop. Abends wurden wir noch beim Nachbarn eingeladen , der sein schönes
Haus einweihte. Es gab einen überreifen Melonendrink und ein langweiliges Video
zu sehen, wobei ich fast einschlief.
Montag, 18. Dezember 2000 Moonlight Creek
Start der grossen Wanderung
Rachel beschloss mit mir auf eine Wanderung zu kommen. Wir
entschieden uns nach langem hin und her für den Southern Ranges Traverse von
Lune Bay über Pindars Peak und Precipitous Bluff an die Küste und zurück nach
Cockle Creek über den South Coast Track. Wir wollten heute starten. Sonja
schloss sich auch noch uns an. Bis wir endlich vom Haus wegkamen dauerte es.
Wir gingen noch beim Goverment Shop vorbei, wo wir Karten, Bücher und Infos
bekamen. Ich kriegte hier auch das Buch über den Tasmanian Bike Trail. Die
Infos waren auch gut. Precipitous Bluff sei ziemlich ausgesetzt. Durch die
Lagune muss man ca. 4-5 km waten. Auf Donnerstag ist schlechtes Wetter
vorausgesagt. Im Supermarkt hatten wir auch noch lange. Lunch kaufte jeder für
sich. In einer Drogerie machten wir Kopien des Wanderbuches. In einer Bäckerei
kriegten wir schliesslich noch Sandwichs für unterwegs. Wir füllten insgesamt
etwa 1.65l Benzin ab. Die Fahrt war schön. Es ging ziemlich rauf und runter.
Speziell entlang dem Huon River war es schön. In Lune Bay fuhren wir noch zum
Trailanfang hoch. Als wir schliesslich mit Packen fertig waren und starten
konnten war es bereits 1630 Uhr. Erst ging es durch Regenwald über einen guten
Weg in einen Steinbruch. Dort kamen wir erstmals vom Weg ab. Ich ging ohne
Rucksack nach dem Weg schauen. Es ging lange und teils steil durch
wunderschönen Regenwald. Beim ersten Camp, das in Ti Trees lag, ging ich nach
Wasser suchen und kam völlig zerkratzt zurück. Der Busch war zu dicht. Also
ging’s weiter, obwohl es langsam dunkel wurde. Schliesslich fanden wir nach
etwa 1h ein Wasserloch, wo wir blieben. Es war auf dem Grat ziemlich windig.
Sonjas Zelt hatte nur ein Gestänge und war daher ziemlich windanfällig. Es war
zudem kalt. Mein Zeltplatz war sehr uneben.
Menü: Teigwarenresten mit viel Gemüse gemixt mit zusätzlichen Teigwaren
Dienstag, 19. Dezember 2000 Ooze Lake
Wind, Wind, Wind...
Die Nacht war windig
und uneben. Wir hatten etwas lange, bis wir alles gepackt hatten. Zudem
brauchen die Frauen anscheinend jeden Morgen einen Kaffee und eine Zigarette.
Es ging weiter durch viel stachelige Rüsche und viel Sumpf zum offiziellen Camp
Moonlight Creek. Es wäre hier etwas besser geschützt und flacher gewesen. Am
Fusse von Hill One machten wir eine Pause an einem windgeschützten Platz. Der
Übergang von Busch zu Alpenflora war wunderschön. Der Weg geht hier über
manuell gelegte Steinplatten quer durch Flechten und Moose. Es hat hier eine
Art Flechte die wie Korallen aussieht und ganz hart ist. Ausserdem blühen hier
alle Gebirgspflanzen. Scheint so, dass wir zur richtigen Zeit hier sind. Der
Track führte uns weiter über vier Hügel entlang dem Grat. Normalerweise wurden
sie rechts umgangen. Es war teils so windig, dass man sich kaum auf den Füssen
halten konnte. In Pigsty Ponds machten wir an einem geschützten Platz Pause und
machten ein Nickerchen. Auf dem folgenden Pass verloren wir wieder einmal den
Weg. Es ging schliesslich rechts über den Maxwell Ridge, wo es wieder extrem windet.
Zum Glück war es wenigstens sonnig. Die Querung zum Ooze Lake war ziemlich
buschig und der Abstieg vom Grat erodiert. Beim Ooze Lake suchten wir lange
nach einem einigermassen geschützten Ort, den wir nahe des Bachüberganges
fanden. Abends lief ich noch ein Stück hoch um mir den Grat am Pindar’s Peak
anzusehen. Wir diskutierten abends noch lange, ob wir umkehren sollten.
Mittwoch, 20. Dezember 2000 Pigsty Ponds
Umkehr
Die Nacht war extrem stürmisch und der geschützte Platz halt
doch nicht so geschützt. Ich hatte nachts Bedenken, dass es mir das Zelt
zusammenlegt. Ich schlief schlecht und hatte morgens Kopfweh. Morgens
entschieden wir umzukehren. Folgende Gründe sprachen dafür: 1. Der Wind. Die
kommenden Übernachtungen sind laut Führer nicht gut geschützt. Rahel und Sonya
haben nur ein Einstangenzelt. 2. Das Wetter. Wenn das Wetter doch schon am
Donnerstag wechselt könnten wir Probleme bei der Überschreitung von Precipitous
Bluff und den Flüssen kriegen. 3. Der Fuss von Sonya ist bereits jetzt eingebunden.
4. Vom Pindars Peak bis Precipitous Bluff gibt es sehr viel Dickicht. Nach
Führer 1h für 1km! Also ging ich mit Rahel ohne Gepäck auf den Pindars Peak. Es
war schön, aber immer noch windig. Der Grat war nicht so schlimm wie er von
unten aussah. Man umgeht das meist in der SO-Flanke. Zuoberst musste man etwas
über grosse Steine hüpfen. Etwa 50m unterhalb des Gipfels gibt es eine kurze
Passage, die geklettert werden muss. Es gab zwei Aufstiegsvarianten, wobei wir
uns für die rechte entschieden, die etwas 5m über steile Platten ging. Die
Aussicht war super. Man sah auch in die Lagune, die wir durchwaten hätten
müssen. Beim Abstieg nahmen wie die andere Variante. Beim unteren Gratübergang
trafen wir eine vierköpfige Gruppe aus Victoria, die 16 Tage unterwegs sein
wollen. Sie hatten dementsprechend grosse Rucksäcke. Sie übernachteten auch am
Ooze Lake am Südende. Es sei gut geschützt gewesen. Zurück beim Zelt assen wir
noch kurz etwas und liefen nach Pigsty Ponds zurück. Auf dem windigen Grat
trafen wir noch ein Pärchen. In Pigsty Ponds suchten wir wieder lange nach dem
idealsten Ort. Wir zelteten schliesslich beim Auslauf des höchsten Sees in
einer Buschgruppe. Wir wuschen uns schliesslich noch, da es abends für einmal
nicht mehr so windete. Wahrscheinlich ist das ein Zeichen, dass das Wetter
wechselt.
Donnerstag, 21. Dezember 2000 Pigsty Ponds
Ich bestieg heute mit Rachel Mt. La Perouse. Es war gutes
Wetter. Sonya blieb in Pigsty Ponds zurück. Der Gipfehang war eine riesige
Geröllhalde mit interessanten Steinen. Der Gipfel war ein grosses Plateau. Der
höchste Punkt wäre kaum erkennbar , wenn da nicht ein riesiger Steinturm wäre. Leider
war es neblig und hatten daher keine Sicht. Beim herunterlaufen fing es
schliesslich an zu regnen. Zurück beim Zelt assen wir erst Lunch im Zelt und
blieben in Pigsty Ponds hängen. Eigentlich wollten wir ja weiter. Unser Plan
war jedoch, dass wenn das Wetter einigermassen ok ist wenn wir zurück beim Auto
sind, dass wir noch 2- oder 3 Tage auf dem South-Coasttrail verbringen. Bis wir
jedoch hin- und herdiskutiert hatten, ob wir weiter sollen oder nicht war es
schliesslich zu spät. Abends konnten wir doch noch im Freien kochen ohen nass
zu werden.
Donnerstag, 22. Dezember 2000 Lune River
Rückweg durch den Regen und Schlamm
Und so war es. Es regnete ziemlich heftig in der Nacht und
am Morgen. Wir lagen alle lange im Zelt. Sonya und Rachel hatten im Zelt
ziemlich nass. Also packten wir und liefen los mit dem Ziel Parkplatz, obwohl
schon Mittag war. Der Wind hatte wieder mal Sturmstärke. Den ersten und zweiten
Hügel passierten wir deshalb auf der Südseite. Beim zweiten hatten wir im Nebel
kurz Probleme den richtigen Grat zu finden. Ich war erstauch etwas irritiert, da wir anscheinend den
Weg überquerten und nicht merkten. Nach einem kurzen Blick auf Karte und
Kompass ging’s dann wieder weiter. Auf dem vierten Hügel stand ein Zelt im
grüssten Sturm mitten auf dem Grat. Wir
fragten kurz nach, ob alles in Ordnung sei und gingen weiter. Beim Moonlight
Creek Camp kochte ich kurz Kaffe und Suppe, was unsere kalten Körper wieder
aufwärmte. Der Weg war völlig verschlammte und voll von Wasser. Wir liefen
schliesslich durch den Weg, egal was kam und sanken teils bis zu den Knien im
Schlamm ein. Wir kamen trotzdem gut vorwärts und waren etwa um 2000 Uhr beim
Parkplatz zurück. Sonya und _Rachel schliefen im Auto, ich im Zelt. Der Wind
war hier sonderbar. Er kam irgendwie wie in Wellen. Das Wasser hatten wir vom
letzten Fluss in der Nähe des Steinbruches getankt.
Freitag, 23. Dezember 200 Hobart
Morgens suchten wir erst lange meinen MSR-Windschutz (vom
Kocher). Wir liessen den Kocher unter dem Auto liegen. Das Aluminium hat es
anscheinend weggewindet. Wir fanden ihn nicht. Wir fuhren schliesslich nach
Cockle Creek. Dies ist die südlichste Strasse Australiens. Wir sahen uns dort
etwas um. Der Start des South-Coast Track, eine Rangerstation, ein Campground
(basic facilities) und eine schöne Beach waren dort zu sehen. Wir bummelten
etwas am Strand herum und nahmen noch einige frische, riesige Muscheln mit. Bei
der Heimfahrt änderte das Wetter schlagartig von strahlendblau zu strömendem
Regen! Wir machten nicht mehr viel ausser Wäsche waschen, Fernsehen, essen ...
Ich ging am Nachmittag noch den Outdoorshops nach, um einen Windschutz zu
finden. Ich kaufte im Kathmandu ausserdem noch ein Shirt und anstatt ein
Langarm-Thermoshirt, versehentlich lange Unterhosen, die ich hier sicher nicht
gebrauchen kann. Leider vergass ich irgendwo meinen Helm.
Samstag, 24. Dezember 2000 Hobart
Lange währt am längsten, auch mit dem Weihnachtsmenü..
Erst schlief ich lange aus, danach gab’s erst mal Kaffe und
Diskussionen. Wir hatten vor, ein grosses Menü zu kochen. Ich fand meinen Helm
in Great Outdoors wieder. Zudem gingen wir noch in Kathmandu und in einen
Horseshop, wo ich den Schlüssel zum Tasmanian Bike Trail (für die geschlossenen
Tore) bekam. Man zahlt 50 A$ und bekommt 40 A$ bei Abgabe zurück. Schliesslich
trafen wir Sonya, die verzweifelt nach Zudaten für das Weihnachtsmenü sucht.
Nach Langem Hin und Her von Geschäft zu Geschäft hatten wir fast alles
zusammen. Schliesslich kochten wir fast den ganzen Abend und diskutierten etwas
herum.
Sonntag, 25. Dezember 2000 Lachlan
Endlich los mit Rad
Zuerst wurde wieder lange geschlafen. Es war heute, wie auch gestern, so richtiges tasmanisches Wetter.
Der Regen und die Sonne kam in Schüben über den Mt. Wellington herübergefegt.
Das ganze begleitet durch stürmische Winde. Ich konnte mich nicht so richtig
entschliessen loszufahren, obwohl alles bereit stand. Sonya und Rachel wollten
mich auch noch überreden zu bleiben. Aber irgendwie kribbelts mich zu stark,
endlich zu starten. Also starte ich während einem Sonnenloch um die
Mittagszeit. Ich nehme den Intercity Bike Path aus der Stadt heraus. Teilweise
muss ich wieder unterstehen, da wieder heftige Regengüsse kommen. Ausserdem
habe ich starken Gegenwind. In New Norfolk entschied ich, noch die paar
Kilometer nach Lachlan zu radeln, so kann ich gleich auf einem
Übernachtungsplatz des Tasmanian Bike Trail übernachten und ist gleich noch
gratis. Man kann in Lachlan im Park hinter dem Lebensmittelgeschäft
übernachten. Die Schlüssel zu den WC’s gibt’s im Laden. Bei mir war offen
wahrscheinlich weil Sonntag war. Es hat ausserdem noch einen Unterstand mit
Grillplätzen.
42.5 km, 3h00’, 14.2 km/h, 4898.6 km
Montag, 26. Dezember 2000 Ouse
Erster Tag auf dem Tasmanian Trail in Regen, Schlamm und Sonnenschein
Morgens regnete es teils noch. Ich wartete eine
Trockenperiode ab um zu packen. In New Norfolk war ich schnell. Ich kaufte
Käse, Cola und Gebäck ein und hob etwas Geld ab. Ich hatte schliesslich noch
ein Gespräch mit einer älteren Lehrerin von Devonport. Ich entschied von hier
aus möglichst der Tasmania Bike Trail Route zu folgen. Der Aufstieg zu den
Black Hills war steil, jedoch zum Glück geteert. Die Aussicht in das Derwent
und Magra Valley jedoch schön. In Glenora machte ich bei der Schule eine
Essenspause. Der Weg durch Fenton Forest war gesperrt wegen Waldarbeiten. Die
Meadowbank Road war ganz nett. Bei einem Haus ging’s schliesslich links hoch.
Ich musste teils schieben, da sandig und steil. Auf der Höhe begann es
schliesslich wieder zu regnen. Der Trail ging teils durch offene Wiesen. In
einem Wald war die Wegführung unklar und ich nahm natürlich im strömendem Regen
den falschen Weg. Schliesslich stieg auch der Computer definitiv aus, den ich
eigentlich brauchen wollte um die Abzweigungen nicht zu verpassen. Also
wechselte ich den Magneten auf die andere Seite und benutzte meinen zweiten.
Nach einer Querung eines Grasfeldes und einer steilen Abfahrt ging es deftig
hoch. Ich musste alles schieben und hatte für die paar Höhenmeter sicherlich 30
Minuten, da es steil und schlipfrig war. Ich ärgerte mich. Schliesslich kam ich
wieder auf die Hauptstrasse. Es ging noch etwas hoch und fiel nach Ellendale.
Die Route über Mt. Bethune ist zu steinig und ich hätte eine Bewilligung
gebraucht. Da es wieder in Strömen regnete nahm ich den direkten Weg über den
Highway nach Ouse. Der Übernachtungsplatz war gross und es hatte Kühe und
Schafe. Ich konnte kaum mein Zelt aufstellen und kochen schon begann es wieder
zu regnen!
75.6 km, 6h27’, 11.7 km/h, 3122.4 km
Menü:Cuscus mit Blue Cheese, Erbsen, Sauce
Dienstag, 27. Dezember 2000 Bronte Park
Hagel, Schlamm und Kälte
Der Morgen war schön. Ich ging in Dorf, kaufte Cola,
Yoghurt, Fleisch und Zeitung. Freitag/Samstag sollte es bessern mit dem Wetter.
Der ganze heutige Tag war ein Wechselbad zwischen Regen, Sonne und sogar Hagel.
Man konnte kaum trocknen und es begann wieder. Die Lanes Tier Road war angenehm.
Im Aufstieg begann es zu hageln. Ich sass eine Weile unter einem Baum. Auf dem
Grat war es teils sehr feucht. Durch einen Ast brach das Frontschutzblech. Ich
reparierte es im strömendem Regen. Das Registration Book bei Victoria Falls war
nicht da. Bei Km 18.0 war ein Signpost defekt und ich nahm erst den falschen
Weg. Die Victoria Falls waren ganz nett. Der Fussweg ist kurz und lohnt sich
allemal. Ich hatte für die Etappe 10 3 Stunden gebraucht! (8.0 km/h im
Schnitt). Die Etappe 9 folgte fast ausschliesslich guten Schotterstrassen. Es
war ein relativ angenehmes auf und ab auf relativ guten Strassen mit diversen
Seen. Die Kanalstrasse war gut. Der Weg nach Bronte Park hoch jedoch völlig
verschlammt. Mein Bike war voll Schlamm. Ich zog für eine Nacht ins Hostel. Es
hatte ein holländisches Paar dort, die Probleme mit ihrem Klapptandem haben.
Sie haben Reifenprobleme (BMX-Reifen). Ich unterhielt mich abends mit ihnen.
Gegessen habe ich für einmal im Restaurant. Der letzte Eintrag in Bronte Park
im Registration Book (Tasmanian Trail)
war vom 9.12!
59.1 km, 6h00’, 9.9 km/h, 3182.0 km
Steak and Chips an Mushroom Sauce
Mittwoch, 28. Dezember 2000 Deloraine
Nach Schneefall Routenänderung
Es war immer noch bedeckt und kalt (6 Grad Celsius). Ich
startete etwa um 1000 Uhr. Die Holländer konnten in Hobart Reifen organisieren,
die von einem Angestellten gebracht werden. Der Aufstieg war länger als
erwartet. Da es immer noch feucht war nahm ich die Hauptstrasse, die jedoch
auch Schotter war. Für die ca. 28km hatte ich 3 1/4h! Es schneite teilweise und
windet immer noch stark. Ich änderte in Miena meine Pläne. Anstatt die Backroad
über Interlaken will ich nun nach Deloraine in die Jugendherberge fahren und
anschliessend um das Central Plateau herum. Entlang dem Great Lake, der zwar
schön, jedoch auch nur ein Stausee ist, hatte ich Rückenwind. Obwohl
Schotterstrasse kam ich super vorwärts. Am Ende des Sees stieg die Strasse bis
auf 1210m hoch. Das Wetter wurde nach meiner Entscheidung natürlich besser. In
Miena traf ich einen Spanier mit einem Mountainbike, der den Tasmanian Trail
macht und auch zu kämpfen hat, obwohl er fast kein Gepäck hat. Die Abfahrt war
lange, unerwartet lange. Die Strasse hatte einen guten Belag. In der Abfahrt
traf ich ein australisches Paar, die ihre Räder schoben. In Deloraine ging ich
erst einkaufen und kam etwa um 1900 Uhr ins Hostel. Gegen Abend gab’s noch mehr
Leute. Das Hostel ist schon auf einem Hügel gelegen mit guter Sicht auf Quamby
Bluff. Es könnte etwas besser gepflegt werden. Abends windete es mit
anscheinend noch die Zelthülle weg (fand ich am nächsten Morgen wieder).
97.2 km, 6h16’, 15.5 km/h, 3279.6 km
Menü: Nudeln, Gemüse, 2 Steaks
Donnerstag, 29. Dezember 2000 Ross
Für einmal keine Hügel dafür Wind
Ich kam um 900 Uhr vom Hostel weg. Bis ich jedoch die Stadt
verliess war’s auch wieder 1000 Uhr. Ich ging noch in den Supermarkt, in die
Apotheke (Barrier Creme als Sitzcreme) und in den Stationery (Zeitung). Post
und Bibliothek (Online Centre) war geschlossen. Beim rausfahren nahm ich die
falsch Strasse. Eine Frau an einer Tankstelle war sehr hilfreich. Ich konnte
hinter ihr herfahren um einen steilen Hügel zu meiden. In Bracknell ging ich im
Hotel auf’s WC, das auch zugleich Etappenort des Tasmanian Trail ist. Ich nahm
bis Ross kleine Backroads, die fast keinen Verkehr hatten. Leider hatte ich den
ganzen Tag mit heftigem SW-Wind zu kämpfen. Die Etappe war praktisch flach mit
den üblichen kleinen Unebenheiten, die so geradlinig überfahren werden. Den
ganzen Tag fuhr ich durch Landwirtschaftsgebiet (Schafe, Kühe, Korn, Opium
...). Rost ist ein kleines altes Örtchen, das zum Glück umfahren wird. Es hat
natürlich auch Convicts-Vergangenheit wie zum Beispiel Brücke die wunderschöne
Brücke (zweitälteste Australiens). Der Zeltplatz (6.60 A$) ist mitten im Dorf
sehr schön am Fluss gelegen.
110.1 km, 6h28’, 17.0 km/h, 3390.8 km
Menü: Teigwaren an Sardellencremesauce und Reibkäse
Freitag, 30. Dezember 2000 Richmond
Wind, Wind, Wind...
Und immer noch windete es heftig! Ich packte und ging in ein
schönes Tea Room Kaffe trinken und Gebäck essen. Ich kam kaum vom Fleck. Zudem
war die Steigung doch länger als erwartet (Peter’s Pass 462m), obwohl
eigentlich wirklich harmlos. Aber wenn man voll gegen den Wind kämpfen muss, ärgert
einem alles. Die Backroads konnte ich auch nicht benutzen weil sie die Enden
teils mit Zäunen schlossen. Ich merkte , dass ich am Hinterrad langsam Luft
verlor. Ich reparierte es in Oatlands. Es war wieder einmal die Einlagebänder
zwischen Reifen und Schlauch. Ich legte etwas Zeitung auf die Überlappung. Ich
diskutierte in der Picnic Area erst mit einem jüngeren Tasmanier über Radfahren
und schliesslich mit einem Pensionär länger über die Umwelt und Wälder in
Tasmanien. Schade, dass sie in den 200 Jahren soviel kaputt gemacht haben. Es
ging schliesslich lange durch ein Tal bis es schliesslich steil nach Colebrock
abfiel. Ich kam wieder erst nach 1900 Uhr auf dem Camping an. Ich wollte im
Dorf noch etwas essen gehen, jedoch ohne Erfolg. Also kochte ich selber. Von
meinen Zeltnachbarn, vier Franzosen, die ein Farmingkurs besuche, kriegte ich
noch ein Pouletschenkel vom Feuer. Das Wetter war sonst gut, jedoch durch den
Südwind kühl. Abends stabilisierte ich mein kaputtes Schutzblech noch etwas
besser mit Petflaschenteilen.
101.1 km, 7h8’, 14.2 km/h, 921 Hm, 5130.7 km
Menü: Tomatenreis, Parmesan
Samstag, 31. Dezember 2000 Port Arthur
Ich kam erst spät los. Ich wollte das Zelt noch trocknen und
schnitt den gefunden Plastik als Zeltunterlage zu. Schliesslich ging ich noch
in eine Bäckerei und ass einen riesigen Bienenstich und ein Croissant. Nach
Sorrell musste ich schon einen ansehnlichen kleinen Hügel überqueren. In Sorrel
ging ich gross einkaufen (Purity/Safeway), so dass ich den Rucksack füllen
musste. Ich diskutierte noch mit vier Australiern (Sydney), die am Federation
Peak umqueren mussten (Wetter). Am McDonalds kam ich auch nicht vorbei ohne
etwas zu essen. Also verliess ich Sorrel erst um 1230 Uhr. Da ich spät war
entschied ich, den Highway zu nehmen, da ich nicht wusste, wie die Coastal
Route ist (Wellblechpiste?, steil?). die Fahrt nach Dullarney war ein auf und
ab. Im Dorf ass ich einen Bacon & Egg Pie aus einer Bäckerei. Es gibt hier
einen Kanal mit einer Drehbrücke. Bis nach Eaglehawk-Neck musste ich noch zwei
Hügel überqueren. Plützlich hielt ein Auto. Es war Rahel und ihr Freund Vidar
aus Norwegen. Sie bleibt in Hobart. Am 22. kommt ihre Schwester nach Hobart.
Ich werde versuchen bis dann zurück zu sein. Weiter nahm ich den Tourist-Drive
(Pirates Dr) für die Abfahrt. Der Aussichtspunkt war schön. Ich musste einige
Photos mach von fünf Mädchen. Am Ende der Abfahrt ging ich Tessellated Pavement
anschauen. Sieht sehr sonderbar aus, irgendwie wie eine hingepflästerte Küste.Das ganze ist durch die Gletscher und
Tektonik entstanden. Ich kam etwa um 1845 Uhr an. Das Hostel ist schön. Leider
sind zwei Gruppen hier, die das Hostel ziemlich besetzen. Ich unterhielt mich
länger mit einem australischen Pärchen und einem Japaner bis es plötzlich 2400
Uhr war. War nicht gerade ein besonderer Silvester.
91.2 km, 5h 41min, 16.0 km/h, 1319 Hm, 5221,7 km
Menü: Nudeln mit Gemüse und Fisch, Rahm
Montag, 1. Januar 2001 Port Arthur
Besuch des Gefangenenlagers Port Arthur
Erst schlief ich aus, ass Frühstück und ging anschliessend in die Historic Site (ca
um 930 Uhr). Es hatte noch fast keine Leute, da Neujahr war. War ganz angenehm.
Ich machte gleich die offizielle Führung mit, die ich noch aufholen musste. War
ganz interessant. Danach konnte man sich frei herumsehen. Es gab hier viel zu
sehen und zu lesen. Um 1100 Uhr machte ich noch die Free harbour cruise mit.
Ich blieb bis ca. 1500 Uhr und hatte dann jedoch keine Lust mehr irgendetwas zu
sehen oder zu lesen.
Leider wütete nach der Schliessung des Gefängnisses zweimal
ein Buschfeuer, so dass alle Holzbauten zerstört sind. Es wurde jedoch ziemlich
viel gerettet und teils restauriert. Viele Jahre vertuschte man alles etwas, da
es nicht das schönste Kapitel der Geschichte Tasmaniens ist. Natürlich fragte
ich mich, ob die Anlage überhaupt besuchen sollte (rein aus ethischen Gründen).
Ich denke jedoch, dass es teil der Geschichte Tasmaniens ist und halt gut zu
Wissen ist. Der ganze Gefängnisinsel-Tourismus finde ich jedoch schon etwas
übertrieben. Ich fuhr schliesslich noch zu den Remarkable Caves. Eine Höhle,
die von Wellen geschaffen wurde und sich hinten öffnet. War ganz nett. Ich lief
durch die Höhle an den Strand, wo es Surfer in den hohen Wellen hatte. Abends
unterhielt ich mich noch mit einigen Leuten.
14.0 km, 55min, 15.3 km/h, 208 Hm, 5235.8 km
Dienstag, 2. Januar 2001 Port Arthur
Besuch von Tierzentren und Wanderung
Heute wollte ich eigentlich eine Wanderung machen. Es
regnete jedoch. Gestern war’s so Superwetter. Ich fuhr schliesslich etwa um 1100
Hur los und ging zuerst in das World Tiger Snake Center (4.40 A$), das
eigentlich medizinischen Zwecken dient. Sie haben hier jedoch noch rechtliche
Probleme. Sie wollen aus dem Gift hochkonzentrierte Medikamente machen. Die
Tigersnake ist die viertgiftigste
Schlange der Welt! Es gab eine kleine Vorstellung, die erstaunlicherweise viel
politischen Inahlt hatte. Man konnte eine Schlange sogar anfassen.
Anschliessend ging ich in den Tasmanian Devil Park (14 A$). Sie hatten fünf
Devils, sowie diverse Vögel (Kakadu, Galah, Adler, Kokaburra, ...), einen
Wombat, Wallabies etc. Die Devils sind nicht mehr in Gefahr ausgerottet zu
werden. Sie haben ein extrem starkes Gebiss mit dem sie bis zu acht Zentimeter
dicke Knochen brechen und essen können. Sie sind Aasfresser und nicht gerade
intelligent. Im Kampf um Essen verletzen sie sich jeweils sogar gegenseitig.
Der eine Kakadu lief immer hinter einem her und sagte Hello! Die Wallabies
waren ziemlich zahm. Nach einem Bäckereibescuh fuhr ich nach Fortescue Bay. Die
Strasse war Schotter aber ok. Ich kaufte einen NP-Pass (13.30 A$) für zwei
Monate. Ich machte den Trail zum Cape Huay. Leider war es dort draussen
ziemlich neblig. Ich lief auch nur bis zu dem Punkt, wo es steil an die Küste
runter ging. Beim zurücklaufen überquerte gleich vor mir eine kleine Tiger
Snake den Trail. Anschliessend schaute ich eine Weile einem Echidna zu, wie es
Essen suchte. Beim Monument Lookout sah man nicht viel mehr. Dafür hopste vor
mir eine Weile ein Wallaby im Trail vor mir her. Ich kam etwas spät zurück,
(ca. 2030 Uhr), da ich erst um 1600 Uhr gestartet bin. Abends unterhielt ich
mich mit einer Ärztin und einem Rechtsanwalt, der für Aborignies Verträge
ausarbeitet.
45.6 km, 2h 51min, 16.0 km/h, 851 Hm, 5281.5 km
Menü: Gusgus mit Gemüse, Blue Cheese, Heubeeren mit Rahm
Mittwoch, 3. Januar 2001 Wielangta Forest
Übernachtung im Regenwald
Ich kam um ca. 1000 Uhr erst los, kam jedoch gut voran.
Unterwegs machte ich den Umweg zum Tasman Arch und Blowhole. Das Blowhole war
eine lange Höhle analog Remarkable Cave, wo das Wasser am Ende hochspritzt. Es
ist anscheinend nicht Gezeiten, sondern windabhängig. Leider war es nicht
besonders. Für mich stand er heute jedoch besser. Der Tasman Arch war schön.
Devils Kitschen nicht sonderlich interessant. Am Eaglehawk Neck gab es nicht
sehr viel zu sehen, da ich ja Tessalement Pavement schon gesehen habe. Ich ass
jedoch einen Hamburger und Fries. Ich nahm wieder den Tourist Drive, der zwar
etwa 1km länger, jedoch auf die 200 Hm flacher ist. In Dunalley traf ich einen
Australier, der auch über die Wielangta Forest Road kam. Er sagte, er hätte den
ganzen Tag gebraucht. Es sei ein Hell of a Hill gewesen. Na ja, er hatte ja
auch 28"-Räder. Ich kaufte eine Büchse Tomatensauce in einem Geschäft. Das Wasser
in den Public Toilets stank grauenhaft. Ich hielt wieder bei der Bäckerei für
Lunch und kriegte auch Wasser. Die ersten 100 Höhenmeter waren bis xxxnoch asphaltiert. Die Strasse war ok, teils
jedoch steil. Sie stieg bis maximal 330m hoch und ging dann etwas rauf und
runter. Ich kam etwa um 1830 Uhr zur Picnic Area und studierte, ob ich noch
weiter soll. Ich schaute mir den schönen Walk an und richtete mich in der
Picnic Area ein. Es hatte Grillplätze, Plumpskloos, Tische und einen
Wassertank. Ich zeltete etwas in den Büschen. Es hatte kaum noch Verkehr.
Abends kamen mich einige Tiere besuchen.
78.1 km, 5h 32 min, 14.1 km/h, 1378 Hm, 5359.8 km
Menü: Teigwaren an Tomatensauce
Donnerstag, 4. Januar 2001 Swansea
Obwohl nordwärts immer noch Gegenwind
Es waren noch ungefähr 2 Stunden nach Orford. Es gab eine
lange sehr steile Abfahrt. Unterwegs traf ich ein deutsches Paar, die noch nach
Port Arthur wollten. In Orford ass ich Fish and Chips. Ich traf eine Westschweizerin, die gehbehindert
ist und trotzdem alleine mit einem Auto herumreist. In Triabunna ging ich ins
Online Centre mailen. Es war sonnig und war wieder extrem windig. Natürlich
wieder mal Gegenwind. Es hatte lediglich kleine meist gut rollende Hügel. Bei
der Spiky Bridge hielt ich, war jedoch nichts spezielles. In Swanseaging ich ins Hosel, das sehr zentral war und
ok war. Es hatte einen kanadischen Radler, der länger unterwegs ist, da. Ich
ging abends noch baden und schrieb noch etwas. Zudem rief ich noch den Fährmann
an. Ich solle früher kommen wegen dem Wind. Also muss ich bereits um 900 Uhr
dort sein.
84.4 km, 5h 47min, 14.6 km/h, 948 Hm, 5442.2 km
Menü: Pizza
Freitag, 5. Januar 2001 Coles Bay
Mit der Radlerfähre nach Coles Bay
Ich hatte etwas Angst, dass ich verschlafe, kam jedoch
rechtzeitig auf. Es war windstill, sah jedoch nach Regen aus. Ich startete um
730 Uhr. Es begann dann doch noch zu regnen. Ich konnte eine kleine Strasse
parallel zur Küste nehmen. Mit der Radlerfähre konnte ich etwas einen halben
Tag radeln einsparen. Die Strasse war leer. Es hatte jedoch viele Ferienhäuser
links und rechts der Strasse. Der Punkt, wo das Boot kommen sollte war leicht
zu finden. Es kamen noch gleich zwei australische Radler die andere Richtung.
Es war nur ein kleines Boot. Die Schuhe musste man ausziehen. Die Frau vom
Fährmann hatte jedoch sogar ein Tuch um die Füsse zu trocknen! Coles Bay war
nicht weit. Kurz vor Coles Bay riss noch das hintere Schaltkabel. Es war alles
ausgebucht. Ich kriegte jedoch einen Platz ohne Fahrzeug. Anschliessend ging ich
erst mal Kaffee trinken. Danach
ersetzte ich das Kabel. Es kamen schliesslich noch drei australische
Radlerinnen an, die südwärts fahren. Ich fuhr in den Nationalpark und lief in
die Wineglass Bay. Es war wieder schönes Wetter. Die Beach war wunderschön. Ich
lernte eine Gruppe kennen, die an einem Youth Congress von Litauen waren. Ich
ging mit ihnen baden. Das Wasser war hier wärmer. Ich lief über Hazards Beach
zurück. Dummerweise hatte ich Sonnenhut und Wasser vergessen. Ich war froh
schliesslich nach 4 Stunden zurück beim Rad wieder etwas zu trinken.
42.0 km, 2h 36min, 16.2 km/h, 414 Hm, 5486.2 km
Samstag 6. Januar 2001 Bicheno
Besteigung des glitschigen Mt. Amos
Morgens war es nieselte es aus den tief hängenden Wolken.
Die Ostküste hätte ich mir eigentlich etwas freundlicher vorgestellt. Ich ging
trotzdem wie geplant auf den Mount Amos. Es war ein interessnter Aufstieg. Man
musste etwas herumklettern. Gewisse Felsteile waren glitschig. Die Sicht war
leider nur weiss, da neblig. Es waren zwei kleine Gruppen (2+3 Personen) auf
dem Gipfel. Im Abstieg rutschte ich zweimal aus und rutschte ein paar Meter. Um
ca. 1200 Uhr verliess ich den Zeltplatz. Ich unterhielt mich noch länger mit
einem Motorradfahrer beim Supermarket. Die Fahrt nach bicheno war angenehm,
da fast flach und guter Wind. Ich richtete mich im schönen und sauberen
Backpackers Hostel (15$) ein. Anschliessend ging ich einkaufen und machte den
Seashore Walk. Die Fischer brachten dutzendweise riesige Lobster zurück. Das
Blowhole spritzte etwas, war jedoch nicht sonderlich, da zuwenig grosse Wellen.
Abends ging ich mit einem kanadischen Paar und einem Schweizer (Reto), der
länger unterwegs ist, auf Pinguinschau. Wir fanden schliesslich einen auf einer
Verkehrstafel und einen im Busch. Anschliessend hingen wir noch im Pub und im
Hostel herum.
51.5 km, 2h 58min, 17.4 km/h, 953 Hm (inkl. Wanderung), 5537.8 km
Menü: Kartoffelstock, Gemüse mit Tofu
Sonntag 7. Januar 2001 St. Helens
Für einmal guter Rückenwind
Das Wetter war immer noch bedeckt. Ich diskutierte noch
länger mit dem Schweizer, der eventuell in Kanada Rad fahren will. In Bicheno
kaufte ich Zeitung, trank Kaffee und ass Gebäck. Die Fahrt entlang der Küste
war angenehm, ging jedoch trotzdem immer leicht rauf und runter. Eine Gruppe
organisierter Radler kam mir entgegen. Die hintersten hatte technische Probleme
mit dem Umwerfer. Ich konnte ihnen etwas helfen. Das Rad war leider ziemlich
eine Krücke. In Scamander ass ich Fish and Chips. Vor St. Helens sah ich eine Tiger Snake auf dem
Seitenstreifen. Da es windig war und es nach Regen ausschaute ging ich ins
Hostel (15$). Drei Reisende (Quebec, Winnipeg, Ireland) waren dort, die ich
schon in Coles Bay sah. Eine ältere Schweizerin war auch dort. Das Hostel war
angenehm. Eigentlich wollte ich noch an eines der Capes fahren. Da das Wetter
nicht besonders war liess ich es bleiben. Ich ging noch einkaufen und
verbrachte den Abend mit Karten und Tagebuch schreiben. Ich hatte heute für
einmal guten Rückenwind.
79.6 km, 4h 15min, 18.7 km/h, 700 Hm, 5616.9 km
Menü: Kumaras (Süsskartoffeln) mit Gemüse und Käse überbacken
Montag 8. Januar 2001 Scottsdale
Länger Tag über zig Hügel
Ich kam einigermassen zeitig los (vor 900 Uhr). Die Hügel
waren hier noch angenehm zu fahren. Vor Pyengana gab es dann auch schon die
erste kleine Abfahrt. Es war wie die letzten Tage bedeckt. Man wusste nicht
genau, ob es nun warm oder kalt war. In Pyengana fuhr ich etwas ins Tal hoch.
Ich wollte mir Infos über die Verbindungsstrasse nach Ralph Falls holen. In der
Käserei, wo ich leckeren Mature Cheddar Cheese kaufte, sagte die Verkäuferin,
dass die Autos eine ½ Stunde schneller seien und ich könne das machen. Sie war
aber anscheinend die Strasse noch nie gefahren! Im Pub bekam ich die Info, dass
die Strasse sehr grobsteinig und steil sei. Die Columbia Falls schaute ich mir
nicht an, da ich eine Info von einem dänischen Motorradfahrer hatte, dass die
Strasse sehr waschbrettig und steil sei. Ich kehrte schliesslich um. Im
Roadhouse zeigte mir der deutschstämmige Besitzer ein Foto der Strasse und sie
sah wirklich aus wie eine 4WD-Strasse (für Geländewagen). Also ging’s
Werldbourough Pass, der sich durch schöne Wälder hochschlängelt. Die Steigung
geht von ca. 160m auf 610m hoch. In der Abfahrt machte ich den kleinen Nature
Walk durch den Myrtle Forest, der anscheinend immer mehr am Aussterben ist. Es
hatte auch viele schöne Fern-Trees (Farnbäume). In Werdbourough passierte ich
The worst Pub, das allerhand Speisen mit komischen Namen zubereitet. Man
könnte hier auch zelten. Auf der Ostseite des Passes war das Wetter viel
besser. Scheint wie in den Alpben eine Staulage zu sein. In Derby, das viele
sehenserte Bauten hat, genehmigte ich mir etwas zu trinken. Das Dorf hat auch
schon bessere Zeiten erlebt, als hier noch eine Mine in Betrieb war. In der
Recreation Area hätte man gut zelten können. Die Fahrt nach Bfanxholm war etwas
flacher. Ich füllte beim Zeltplatz (mit Pool!) Wasser auf um eventuell frei zu
zelten. Bis nach Scottsdale folgten noch mal einige happige Hügel Es war nicht
sonderlich zum Zelten. Es hatte plötzlich viele Trucks. Scottsdale scheint ein
industrielles Zentrum zu sein. Der Zeltplatz liegt am Fluss und an einem Teich
relativ schön gelgen, jedoch auch gleich an der Hauptstrassen. Ich trat Dave,
den Kanadier von Swansea wieder. Er hatte Zahnprobleme. Ich stellte auf und
ging ins Dorf. Das Zentrum war auf dem höchsten Punkt des Hügels (ca. 100 Hm)!
Safeway war schon zu. Ich hatte Kohldampf und kaufte in einem Takeaway einen
Hamburger und sonstiges. Zurück beim Zelt gab es dann nochmals Teigwaren. Wir
unterhielten uns noch länger mit einem pensionierten, ausgewanderten Holländer.
David hatte ziemlich Zahnschmerzen und versuchte so gut wie möglich zu
desinfizieren. Einen Zahnarzt fand er hier nicht. Der Zeltplatz war an einem
schönen Teich, jedoch auch direkt an der Hauptstrasse gelegen.
108.0 km, 6h 53 min, 15.7 km/h, 1938 Hm, 5725.1 km
Dienstag 9. Januar 2001 Launceston
Nochmal unerwartet viele Hügel
Dave startete wieder früh. Mich holte erst die Wärme der
Sonne aus dem Zelt. Die Abfahrt und die folgende Landschaft war wunderschön.
Die Strasse hatte auch kaum Verkehr. Es ging jedoch immer leicht rauf und
runter. Ich besuchte noch die Lavendar Farm (Lavendelfarm). Man musste etwa 3km
eine Strichstrasse reinfahren, wobei etwa 2km Schotterstrasse war (Eintritt
4$). Sie hatten eben erst begonnen zu ernten. Die violette Farbe, die Anordnung
der Felder und die Berge im Hintergrund sahen wunderschön aus. Es gab eine
kleine Führung und Erläuterung, wie sie das Öl gewinnen (Distillerie). Es
braucht immens viele Pflanzen um etwas Öl zu gewinnen. Der Geschmack war extrem
stark. Ich kaufte ein kleines Fläschchen reines Lavendelöl. In xxx machte ich
eine Cola-Pause. Es war sehr heiss heute. Danach folgte ein grösserer Hügel
(ca. 170 Hm). Es kamen mir zwei junge Tourenradlerinnen entgegen. Die erste in
einem Höllenspeed, die zweite kam einige Minuten später bremsend zaghaft den
Hügel hinunter. Es folgte eine rasante Abfahrt. Ich stoppte bei den Liliydale
Falls. Die Falls sind ganz nett und sind gut zu erreichen. In der Rest Area
kann übernachtet werden. Schlüssel zu zusätzlichen Toilettenanlagen (Duschen?)
können im Dorf geholt werden. Es ist eine Infotafel aufgestellt. Nach Lilydale
folgte ein weiterer Hügel, der bis ca. 410m anstieg. Man war schliesslich
schnell in Launceston. Die YHA suchte ich erst auf der falschen Seite. Es war
brandneu und schön eingerichtet. Es hat vielleicht etwas zu weinig WC’s und
Kochplatten. Dafür hat es eine schöne Dachterasse. Ich richtete mich ein und
besuchte anschliessend wieder mal McDonalds. Abends gingen wir mit ein paar
Reisenden in ein Irish Pub. Dave war auch wieder hier. Als ich in mein Bett
steigen wollte, juckte sonst noch ein Traveller hinein. Der Hostelmanager klärte
die ganze Angelegenheit und ich konnte mein Bett wieder haben.
83.0 km, 5h 28min, 15.2 km/h, 1312 Hm, 5808.2 km
Mittwoch 10. Januar 2001 Launceston
Ich konnte hier nicht recht ausschlafen. Also stand ich auf
und ging erst in die Stadt Kaffee trinken, Gebäck essen und Zeitung lesen. Die
Banken öffnen hier erst um 930 Uhr und ich brauchte unbedingt Bargeld. Mit den
Schecks hatte ich teils Probleme in normalen Geschäften einzulösen. Die
Commonwealth Bank verlangt keine Gebühren. Ich hielt mich noch etwas in der
Stadt auf und lief anschliessend zum Cataract Gorge. Ich nahm den etwas
anstrengenderen Zig-Zag Track. Es hatte keine Leute auf dem Weg. Am First
Basin hatte es viele Leute, die am Baden waren. Es hatte hier auch ein
künstliches Becken. Es war heute extrem heiss. Ich legte mich für ein
Nickerchen in den Schatten. Ich bekam unterwegs auf dem Rad eh schon genügend
Sonne ab. Anschliessend ging ich noch zu zwei Aussichtspunkten und lief zurück.
Abends unterhielt ich mich mit David und einer Kanadierin.
2.6 km
Donnerstag, 11. Januar 2001 Mole Creek
Rahmenbruch!!
Ich kam einigermassen früh los, setzte mich jedoch noch ins
Kaffee. Schliesslich traf ich David, mit dem ich die Stadt verliess. Es ging
gleich mal ca. 200 Hm hoch entlang dem Highway. In Hadspen ging David südlich.
Er wollte über das Central Plateau (Great Lake) und Queenstown nach Devonport
fahren. Ich nahm die Backroad bis Hagley. Am Dorfeingang hatte ich plötzlich
ein komisches Fahrverhalten, das ich von Irland her kannte. Ich wusste gleich,
wo ich nachschauen musste. Der Rahmen brach am horizontalen Ausfallende gleich
beim hinteren Umwerfer. Ich konnte mein Rad gleich ein paar Meter zum nächsten
Pub schieben und fragte dort nach der nächsten Garage. Ich hatte wieder mal
Glück und musste nicht weit schieben. Im Dorf hatte es anscheinend mehrere
Möglichkeiten, da wir hier am Highway Nr 1 lagen. In einem Transportunternehmen
wurde meinem Bike schliesslich geholfen. Ein Mann polierte die Bruchstelle und
machte eine Schweissnaht rundherum. Ich entfernte dazu alles Gepäck, das Rad
und die Kabel. Hoffentlich hält es bis Hobart. Auf jedenfall werde ich wohl
keine schlechten Schotterstrassen mehr fahre. Leider stimmt die Geometrie des
Rahmens nicht mehr korrekt. In Westbury genehmigte ich mir etwas in der
Bäckerei und sprach etwas mit einem australischen Paar. In Deloraine kaufte ich
grossen ein, da es im Cradle Valley nicht sehr viel geben wird.Ich wollte etwa vier Tage wandern gehen.
Anschliessend ging ich noch in’s Online Acces Centre e-mails schreiben.Ich überlegte mir unterwegs, was ich mit dem
Rad machen soll. Ich kann keinem Tourenrad vertrauen, das keine 10'000 km
macht. Vielleicht gibt es halt wieder
mal ein neues Tourenrad. Aber ich wollte nicht hier spontan entscheiden. Vor
allem nicht wenn ich mich über irgendwas ärgere. Die Fahrt von Deloraine nach
Mole Creek ging durch schönes Landwirtschaftsgebiet über einige kleine Hügel.
79.5 km, 4h 59min, 16.0 km/h, 832 Hm, 5890.3 km
Freitag, 12. Januar 2001 Cradle Valley
Steiler Anstieg ins Cradle Valley
Gleich kurz nach dem Campground kam eine happige Steigung
(ca. 300 Hm), die ich im ersten Gang hochwürgen musste. Es war nach dem
gestrigen heissen Tag heute bedeckt und kühl. In Gowrie Park reservierte ich
ein Campsite im Cradle Valley per Telefon. Nach Gowrie Park auf dem höchsten
Punkt der Strasse hatte ich Probleme mit einem Hund, der mich beissen wollte.
Es folgte eine lange Abfahrt mit Spitzkehren zum Fluss und eine lange steile
Steigung (ca. 450 Hm) nach Moina hoch. Unterwegs schaute ich noch einem Echidna
zu. In Moina ass ich und ging anschliessend noch ins Tea-Room. Von Moina weg
stieg die Strasse noch, war jedoch nicht mehr steil. Von der Kreuzung ging’s
noch 3 km hoch zum Campground, der ausserhalb des Parks liegt. Der Campground
hatte schöne, grosse, geschlossen Cooking Shelter und schöne WC-Anlagen, die
architektonisch sehr speziell gebaut sind, jedoch gut ins Gelände passen. Ich
unterhielt mit einigen Leuten unter anderem mit einem deutschen und
australischen Radler. Nach einem Besuch im Visitorcenter, entschloss ich drei
Tage wandern zu gehen. Das Velo und Material konnte ich in einem Container vom
Camping lassen. Abends war ich am Tagebuch schreiben als plötzlich einer meiner
Nachbarn kam und mir sagte, dass die Possums um meinen Food kämpfen. Ich gab
ihnen schliesslich mein Essen ins Auto und hatte Ruhe.
76.1 km, 5h 52min, 13.0 km/h, 1937 Hm, 5966.5 km
Menü: Reis, Gemüse
Samstag, 13. Januar 2001 Waterfall Valley Hut
Besteigung des Mt. Cradle
Ich stand früh auf. Der Bus, der um 800 Uhr ins Tal
hochfährt ist 8A$ für 7km! Ich entschloss Autostopp zu machen. Ich hätte ja das
Geld, bin aber nicht bereit Wucherpreise zu bezahlen nur weil wir hier im
Cradle Valley sind. Ein deutscher schloss sich mir an. Ein Ranger nahm uns bis
ins Visitor Center mit. Ich sah mich kurz um. Der Deutsche füllte eine
Intention Form aus. Ich lief weiter und der gleiche Ranger nahm mich wieder
mit. Ich startete bei Ronny’s Creek, machte jedoch noch den Abstecher zum Chalet
Waldheim, was ganz interessant war. Ich lief mit dem deutschen, der den
Overland Track in 10 Tagen mit einer schweren Fotoausrüstung machen will, über
Lily Lake nach Lake Dove. Der Aufstieg nach Marions Lookout war steil aber ok
für mich. Ab Marions Lookout ging’s auf einem Plateau weiter zur Kitchen Hut,
einem Emergency Shelter. Ich liess den Rucksack nach der Weggabelung und
bestieg Cradle Mountain. Man musste erstaunlich viel auf grossen Steinblöcken
herumklettern. Ich war alleine auf dem Gipfel. Die Aussicht war perfekt. Die
Landschaft erinnerte mich sehr an Nordschweden und Norwegen. Der Weg weiter zur
Hütte war praktisch flach ausser dem letzten Stück, wo es zurHütte hinunter ging. Es war ein schöner
Platz mit guten Campingmöglichkeiten. Bis am Abend hatte es bis 20 Zelte hier.
Tagsüber sah man nach Cradle Mountain zwar kaum noch Leute. Man unterhielt sich
abends kräftig und lernte neue Leute kennen. Es wurde jedoch bitterkalt.
Menü: Teigwaren an Sardellen, Creamy Chicken Cremesauce und Reibkäse
Sonntag, 14. Januar 2001 Waterfall Valley Hut
Rund um Barn Bluff
Heute wollte ich eine Tagestour machen. Es hatte jedoch
dichten Nebel. Ich diskutierte noch mit dem Hüttenwart und startete trotzdem.
Unterwegs unterhielt ich mich noch mit einer Australierin. Etwas bei der Hälfte
des Weges zur Windermere Hut ging’s für mich rechts weg zum Lake Will. Auf dem
Weg zum See lösten sich die Wolken plötzlich auf. Ich schaute mir die Innes
Falls etwas an, die am Ende des Sees sind und durch eine Enge etwa 4-5m in einen
Pool fallen. Etwas flussabwärts wollte ich eine Pause machen, wurde jedoch von
Wespen verscheucht. Ich überquerte den Bach und verliess den offiziellen Weg.
Es hatte hier eine Ebene mit niederen Büschen zum durchqueren. Es hatte teils
Tierpfade, denen ich folgen konnte. Am Ende der Ebene musste ich den Gratrücken
erklimmen. Ich quälte mich relativ lange durch dichtes, stacheliges Gestrüpp.
Zum Glück hatte ich lange Hosen an. Eine Tigersnake schreckte ich auch noch
auf, die gleich einen Schritt vor mir verschwand. Auf dem Grat wurde es wieder
besser. Ich folgte ihm bis auf ca. 1400m Höhe und querte dort über ein grosses
Geröllfeld zum Weg zurück. Beim Aufstieg zum Barn Bluff nahm ich beim Beginn
des steilen Stücks die falsche Steinmarkierung (rechts) und kam immer mehr in
exponierten Fels. Etwas höher konnte man zum einfacheren Weg nach links queren.
Die Aussicht war super. Man sah jedoch von Westen her schlechtes Wetter kommen.
Vom Cradle Mountain her hätte man nicht meinen können, dass der Aufstieg so einfach
wäre. Ich folgte dem ordentlichen Weg zur Hütte. Beim Abstieg kam ich noch in
einen kurzen heftigen Regenguss. Abends unterhielt ich mich etwas und wir
spielten etwas "Häckiball" auf dem Helikopterlandeplatz.
Montag, 15. Januar 2001 Cradle Valley
Durch den Sturm zurück
In der Nach stürmte und regnete es heftig. Ich hatte etwas
nass im Zelt. Frühstück ass ich in der kleinen überfüllten Hütte. Um 930 Uhr
startete ich trotzdem. Auf dem Grat konnte man kaum normal laufen. Ich nahm
trotzdem den längeren Weg über die Scott-Kilvert Hut. Beim ersten Queren hatte
ich den schlimmsten Wind. Es ging relativ steil zum Lake Rodway (Hütte) durch
einen schönen Wald hinunter. Ich machte kurz Pause. Eine Mutter mit drei Söhnen
war dort, die auch nicht recht wussten, was sie machen sollten. Es ging weiter
zur Emergency Hut, wo es ein klitschnasses Pärchen Unterschlupf suchte. Es
hatte auch viel Wasser im Weg. Ich nahm trotzdem den Weg über Hansons Peak. Der
Sturm und Regen schwächte sich langsam ab. Es wurde jedoch kälter. Im Abstieg
hatte es eine fix montierte Kette installiert, da der Weg etwas ausgesetzt ist.
Auf dem Parkplatz beim Lake Dove traf ich ein Paar, das ich von der Hütte her
kannte. Ich konnte mit ihnen mitfahren. Ich quartierte mich im Hostel ein und
schmiss alle meine nassen Sachen in den Trockner. Im Restaurant traf ich Karin
und Denise, zwei Radlerinnen aus der Schweiz. Ich ass einen Hamburger mit fünf
anderen Wanderern, die alle vom Track zurückkamen. Es war hier im Hostel viel
zu heiss, da der Holzofen gestartet wurde und zuwenig gelüftet wird. Es hat
4-er Schläge. Die Küchen und WC’s sind ok (19 A$).
Dienstag, 16. Januar 2001 Rosebery
Easy riding
Es war kalt, jedoch schön. Als ich etwa um 9 30 Uhr losfuhr
war’s 9 Grad Celsius. Nach etwas leichtem rauf und runter kam eine lange (ca.
200 Höhenmeter) Abfahrt und ein steiler Hügel, der auf den höchsten Punkt
dieser Strasse führt (910m). Von hier aus hatte man eine gute Aussicht über die
Buttongrassebenen zum Cradle Mountain und Barn Bluff. Es folgte eine steile
lange Abfahrt in die Waldregion zurück, wo es wieder hügelig wurde mit einer
allenden Tendenz. Unterwegs traf ich Ross, den Motorradfahrer, den ich bei der
Waterfall Valley Hut kennenlernte. Wir hatten einen Schwatz. Ich gab ihm noch
meine E-mail. Auf dem Highway kam mir David entgegen. Wir hielten, hatten einen
Schwatz, legten schliesslich die Räder in den Strassengraben und begannen zu
essen. Kurz darauf kam ein Engländer von Süden her und schliesslich von Norden
Karin und Denise, zwei Schweizerinnen, die den Schwatz am Strassenrand perfekt
machten. Ich fuhr mit ihnen weiter. Nach etwa 1 km war ein kleiner Pass (ca.
630m) erreicht und es folgte eine lange Abfahrt nach Tullah, wo ich mit Karin
und Denise Lunch ass. Bei der Weiterfahrt sahen wir, dass es anscheinend noch
ein Dorfzentrum abseits der Strasse gegeben hätte. Es folgte noch ein grösserer
Hügel (ca. 330 Hm) und eine schöne Abfahrt durch dichte Wälder in die
Minenstadt Rosebery, wo wir erst einkauften. Wir quartierten uns auf dem
Zeltplatz (11$/Site) ein. Eine holländische Radlerin war auch hier, die sich
ein Rad gemietet hat. Sonst hatte es hier kaum Touristen. Wir kochten zusammen.
Das Wetter war super. Abends hatte es leider einige Mücken.
69.0 km, 4h 3min, 17.0 km/h, 1068 Hm, 6042.0 km
Menü: Süsskartoffeln (Kumaras), Gemüse, Käse
Mittwoch, 17. Januar 2001 Strahan
An der Westküste
Ich kam früh weg. Es war schon warm. Unterwegs holte mich
ein holländischer Tourenradler auf einem Rennrad ein. Ich fuhr dann jedoch
alleine nach Zeehan, da er teils Probleme hatte mir in den Steigungen zu
folgen. Es war gut, mich wieder einmal zu fordern. Ich war bereits um 10 15
Uhr in Zeehan. Das Zentrum ist etwa 1km vom Highway weg. Zeehan, eine alte
Minenstadt hat nicht sehr viel zu bieten. Der kleine Umweg ins Zentrum lohnt
sich jedoch alleweil. Ich machte Pausein der Picnic Area. Am Dorfausgang
schaute ich mich auf dem Pioneer Friedhof etwas um. Die meisten Leute starben
zwischen 20 und 30, teils auch in Minenunfällen. Weiter ging es über kleine
Hügel und seichte Täler. Es war sehr rauchig, Irgendwo im Süden musste es ein
Buschfeuer haben. Der Wind kam heut von Südwesten. An einem Aussichtspunkt
stoppte ich. Es war sehr windig. Man sah die Küste, grosse Wälder und die Henty
Dünen im Süden. Danach gab es eine Abfahrt an die Küste. Leider fuhr man nie
direkt an der Küste entlang. Zum Glück hatte es etwas Wäder, da der Gegenwind
sonst nochstärker gewesen wäre. Bei den Henty Dunes machte ich einen weiteren
Stopp. Es ging ungefähr 500m eine Schotterstrasse durch den Wald zu einem
Picknickplatz. Ich bestieg die erste Düne, die etwa 30-40m hoch war. Die
Dünenlandschaft war grösser als erwartet. Es wäre noch weit bis zum Strand
gewesen. Leider waren auch die sogenannten Recreation Vehicle auf den Dünen
zugelassen. Was an diesen Fahrzeugen Erholung sein soll weiss der Teufel. Die
Dünen sind anscheinend im Vormarsch, da etliche abgestorbene Bäume aus dem Sand
ragten. Eine Wespe hatte es dann auf mich abgesehen, so dass ich die Flucht
ergriff. In Strahan fuhr ich erst ins Dorf und buchte für morgen eine Day
Cruise bei World Heritage Cruise (47$). Danach quartierte ich mich auf dem
Camping ein, der ca. 1-2 Richtung Zeehan liegt. Karin und Denise trafen auch
noch ein. Ich ging erst noch ein Sandwich essen und Kaffee trinken. Mit Karin
und Denise ging ich noch hoch zum Aussichtspunkt, wo eine steile Strasse direkt
vom Zentrum hinaufführt. Anschliessend gingen wir zusammen einkaufen, da wir
wieder zusammen kochten.
81.5 km, 4h 43min, 17.3 km/h, 895 Hm, 6123.6 km
Menü: Riz Casimir
Donnerstag, 18. Januar 2001 Strahan
Ausflug
Es ging heute relativ früh los, da schon um 830 Uhr
eingecheckt wird. Ich verschlief fast noch. Das Boot war ein Katamaran. Es
wurde schnell mal zu kalt auf dem Oberdeck, da das Schiff ziemlich schnell war.
Es ging erst zum Hells Gate, das ziemlich eng ist und früher für die
Segelschiffe problematisch war. Der Name kam von den Gefangenen, die auf Sarah
Island gebracht wurden. Hier draussen hatte es gestern ein Feuer, das alles
Tussock-Gras abbrannte und ein Haus noch knapp verschonte. Danach wurde eine
Fischfarm besucht und gleich nach Sarah Island weitergefahren. Es war zwar
nicht mehr viel zu sehen, die Führung war jedoch gut, obwohl ich viele nicht
verstand. Wenn man jedoch mit dem Fahrrad hierher radelte und weiss, wie mühsam
es ist sich ohne Weg durch den Wald zu kämpfen kann sich etwa vorstellen, wie
gut dieses Gefängnis gesichert war. Anschliessend fuhr man ein Stück den
Gordon River (World Heritage Area) hoch und machte einen kurzen Walk om
Regenwald. Man bekommt vom Regenwald jedoch mehr mit, wenn man wirklich wandern
geht. Zurück in Strahan gingen wir erst einkaufen. Heute gab es
Nudel/Gemüsegratin. Nach einem Besuch in der Bäckerei machte ichnoch einen kleinen Wald zu einem Wasserfall,
der allemal Wert war zu machen. Abends schauten wir uns noch den schönen
Sonnenuntergang an. Ich hatte hier an der Westküste wirklich Glück mit dem
Wetter. Anscheinend habe ich in der südlichen Hemisphäre immer Glück mit den
Westküsten, da ich in Neuseeland bei beiden Besuchen nie Regen hatte.
7.8 km
Menü: Nudel-Gemüsegratin
Freitag, 19. Januar 2001 Collingwood River Bridge
Fahrt in den Nationalpark
Ich wollte heute möglichst weit kommen. Einerseits weil in in
3-4 Tagen in Hobart sein wollte, andererseits war für den 20. am Nachmittag
Regen vorausgesagt. Ich ging trotzdem noch Cappuccino trinken und Croissant
essen. Ich startete um 900 Uhr. Die Steigung nach Queenstown war nicht so
schlimm wie alle Radler sagten. Die Steigung war terassenartig und nicht
wirklich steil (Maximalhöhe ca. 370m). Nach Queenstown hinein gab es jedoch
eine kurze, steile Abfahrt. Im Dorf traf ich Karin und Denise wieder. Wir asen
zusammen Lunch. Ich ass einen Hamburger, der mir in den Händen zerfiel. Wir
fanden, dass die Leute hier etwas eigenartig seien. Die Steigung nach
Queenstown sah steil aus. Es war heiss,, jedoch relativ angenehm zu fahren und
nur etwa 250 Höhenmeter (Hm). Die Gegend war kahl, da es hier durch die Minen
einmal sauren Regen gab, der die Wälder und vielleicht auch die Menschen
schädigte. Die Fahrt entlang Lake Burbury (Stausee) war angenehm, da flach.
Man sah bis zum Frenshmans Cap. Bei der Picnic Area am Ostufer des Lake Burbury
machte ich nochmals einen Stop. Es hatte hier eine grosse, schöne Wiese,
Tische, Unterstände, Grill, Bootlandeplätze ... Man hätte für 5 A$ auch
übernachten können. Ich tankte Trinkwasser auf und floh von den angriffigen
Wespen. Der kurze Walk zum Nelson Fall war schön. Überaschenderweise sah ich
Denise und Karin wieder, die wegen dem Wetter auch beschlossen weiterzufahren.
Wir waren zudem den ganzen Tag von einem Westwind begünstigt. Der Aufstieg zum
Victoria Pass (ca. 540m) war harmlos. Bei der Brücke über den Collingwood River
gibt es einen kleinen Nationalpark-Campground (pit toilet, Wasser aus dem
Collingwood River). Die Nationalpark-Gebühren müssen für zum Übernachten
bezahlt sein. Ich stellte das Fahrrad ab und nahm erst mal ein Bad mit Waschen
im Bach, der gar nicht so kalt war. Ich ging anschliessend noch etwas
bachaufwärts, wo es einen grossen Pool zum schwimmen gehabt hätte. Weiter wurde
der Bach enger und wilder. Abends kam hier kaum noch Verkehr. Dies ist der
Platz, wo die bekannten Rafting-Touren auf dem Franklin River beginnen.
90.5 km, 5h 43min, 15.8 km/h, 1430 Hm, 6222.0 km
Samstag, 20. Januar 2001 Lake St. Clair
Abendliche Platypustour
Ich kam einigermassen früh los. Ich konnte noch Saucen,
Milchpulver und Infomaterial an Karin und Denise abtreten. Meine Taschen werden
langsam wieder etwas leerer. Irgendwie schleppe ich sowieso immer zuviel mit
mir herum. Unterwegs fand ich am Strassenrand eine Fotokamera, die offen war
und keine Batterien hatte. ES ging etwas rauf und runter bis zum Franklin
River. Ich machte dort den Nature Trail und diskutierte noch etwas mit
Touristen herum. Das Wetter wurde noch doch immer diffuser. Es regnete so
wenig, dass es ich nicht lohnte Regenkleidung anzuziehen. Der Aufstieg zum King
William Saddle war nicht schlimm, jedoch der längste an der Westküste. Von der
Passhöhe weg fuhr ich mit Karin und Denise. Ich entschloss nach Lake St. Clair
hochzufahren (ca. 5km). Wir sahen inner kurzer Distanz drei Echidnas am
Strassenrand. Ich hatte schliesslich noch einen Plattfuss (vorne). Einmal im
Visitor Center respektive Restaurant begann es zu regnen. Also entschloss ich
zu bleiben. Das Hostel hätte 25 A$ gekostet Der Zeltplatz (8 A$) war ok, hatte
jedoch keine Kochmöglichkeiten. Wegen dem Regen blieben lange beim Visitor
Center hängen. Rober, mit dem ich den ersten Tag wanderte, kam hungernd zwei
Tage früher vom Track zurück und steuerte gleich ins Restaurant. Abends wollten
wir auf eine Platypus Tour gehen, die leider schon ausgebucht war. Ich fragte
einen Ranger, wo ich sie antreffen kann. Als wir losgingen startete die Tour
auch gleich und so schlossen wir uns dieser an. Wir sahen schliesslich etwa
vier Platypus im See schwimmend, wenn sie jeweils kurz auftauchen. Die ganze
Tour war nur schon schön durch den Spaziergang an diesem wunderschönen Abend.
44.9 km, 3h, 15.0 km/h, 812 Hm, 6267.1 km
Menü: Nudeln, Zwiebeln, Knoblauch, Sardinen
Sonntag, 21. Januar 2001 New Norfolk
135.5 km, 7h 21min, 18.4 km/h, 1374 Hm, 6402.7 km
Montag, 22. Januar 2001 Hobart
42.0 km, 2h 56min, 14.3 km/h, 454 Hm, 6444.7 km
Montag, 23. Januar 2001 Hobart
Montag, 24. Januar 2001 Hobart
Montag, 25. Januar 2001 Bern